Brauchen wir einen natürlichen Insektenschutz für Mensch und Tier?

 

Es ist doch so einfach: die chemische Keule schwingen und schon ist das Problem beseitigt. … Denkt man.

Das Problem bei chemischen Verbindungen, die wir direkt auf unsere Haut auftragen, ist, dass wir diese in den Körper aufnehmen können. Unsere Haut ist ein riesiges Organ, das für uns eine Barriere nach außen darstellt. Jedoch ist diese Barriere nicht starr. Über die Haut können Stoffe zum Teil sehr leicht in den Körper aufgenommen werden. Nicht zuletzt wegen der deutlich besseren Aufnahme werden z. B. Hormone als Creme über die Haut verabreicht. Stoffe, die wir auf unsere Haut auftragen, gelangen also über kurz oder lang in unseren Körper, gehen ins Blut, gelangen zur Leber und werden ggf. sogar in unserem Körper gespeichert. Kurzum: Sie belasten unseren Körper und unsere Gesundheit nachhaltig. Dessen sollten wir uns bewusst sein!!!

Des Weiteren belasten chemische Biozide unsere Umwelt und reichern sich auch dort an. Nicht zuletzt können sie zur Resistenzbildung bei Insekten beitragen.

Aber ist es damit getan, kann ich auf den Schutz vor Insekten ganz verzichten?
Leider nein! Auch wenn man den ein oder anderen Insektenstich aushalten kann: Viele stechende Insekten übertragen Infektionskrankheiten! Am bekanntesten dabei sind die von Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) sowie die Lyme-Borreliose. Gerade die Lyme-Borreliose kann im Anfangsstadium unerkannt bleiben, weil der typische rote Ring um den Stich (Erythema migrans/Wanderröte) nicht zu 100 % und oft auch erst Tage später auftritt. Nachfolgende Grippesymptome werden dann häufig nicht mehr mit dem Stich in Verbindung gebracht.

Zum eigentlichen Problem wird die Borreliose jedoch dadurch, dass die Borrelien persistieren, also im Körper überdauern, und zu chronischen Erkrankungen wie z. B. Nervenschmerzen sowie Gelenk- oder Herzbeschwerden führen können. Chronische Veränderungen treten zum Teil erst Jahre nach dem Stich auf und spätestens dann bringt niemand mehr die akuten Beschwerden mit den Borrelien von damals in Verbindung, wodurch Diagnostik und Therapie erschwert werden.

Aber gibt es natürliche Alternativen?
Ja, die gibt es durchaus. Aber vorab: Natürliche Insektenschutzmittel werden oft als wirkungslos abgetan, da sie häufig eine regelmäßige Anwendung erfordern und nicht einmalig angewendet zu 100 % Schutz bieten. Wohlgemerkt wirken auch chemische Stoffe nicht zu 100 % und auch diese haben nur eine begrenzte Wirkungsdauer. Außerdem kann es bei der Anwendung ätherischer Öle zur Abschreckung von Insekten zu allergischen Reaktionen kommen, besonders wenn man bei selbst hergestellten Repellentien eine zu hohe Konzentration verwendet. Allergische Reaktionen können selbstverständlich auch bei der chemischen Variante auftreten.

Was kann man also tun?
Man kann stechende Insekten durch ätherische Öle abschrecken. Der für uns gut riechende Abwehrduft könnte z. B. aus Salbei, Zeder, Citronella, Teebaum, Eukalyptus, Lemongras, Lavendel oder Bergamotte zusammengesetzt sein, denn Mücken und Zecken mögen diese Düfte nicht.

Besonders hervorzuheben – da auch weniger bekannt – ist die Zistrose. Zistrose als Tee, Tinktur oder bei Tieren als Futterzusatz hat neben ihren weitreichenden gesundheitlichen Vorteilen auch eine repellierende bzw. abschreckende Wirkung gegen Insekten. Bei innerlicher Anwendung wirkt sie, indem ihre enthaltenen Polyphenole und ätherischen Öle den Geruch der Haut so verändern, dass Stechmücken und Zecken abgeschreckt werden. Des Weiteren wird das Immunsystem unterstützt und die Hautbarriere gestärkt, da der hohe Anteil an sekundären Pflanzenstoffen (Polyphenolen) die antioxidative Kapazität des Körpers stärkt. 

Neben der Zistrose gibt es natürlich auch noch andere rebellierend wirkende pflanzliche Stoffe, wie z. B. Knoblauch und Schwarzkümmelöl um nur noch zwei weitere zu nennen.

Für die äußerliche Anwendung wird der Extrakt mit pflanzlichen Ölen kombiniert, um Zecken und Stechmücken fernzuhalten.

Und was wenn ich doch mal gestochen worden bin?

Um eine Ausbreitung von Bakterien und Viren aus der Stichstelle in den Körper zu einzudämmen, empfiehlt es sich den LKC Kräutercocktail von Biopure.eu sofort an der Stichstelle ein zu massieren. Ein paar Tropfen genügen und die antibakteriellen Pflanzenschutzstoffe wirken sofort lokal auf mögliche Keime. Da viel stechende Insekten bei uns und auch in fremden Ländern Infektionskrankheiten übertragen, empfiehlt sich eine kleine Flasche LKC für die Haus- und Reiseapotheke.

Bei Fragen sprechen Sie mich gerne persönlich an oder vereinbaren Sie einen Termin.

Heilpraktikerin Dr. med. vet. Christina Nagel
16845 Neustadt (Dosse)

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