Wie Mikroorganismen und putzen unsere Gesundheit beeinflussen.
Wenn man im Internet danach sucht, was die meisten Menschen in Bezug auf Sauberkeit und Bakterien denken, erfährt man, dass viele Sauberkeit direkt mit dem Entfernen von Bakterien gleichsetzen. Auch wird dort erwähnt, dass aus wissenschaftlicher Sicht die meisten Bakterien harmlos oder sogar nützlich sind, so dass die öffentliche Meinung nicht unbedingt die Realität widerspiegelt.
Tatsächlich ist es so, dass es Millionen verschiedener Mikroorganismen gibt. Nur ein Bruchteil von ca. 10% sind bis jetzt erforscht worden. Bei den erforschten Mikroben handelt es sich vornehmlich um (potenziell) krankmachende Mikroorganismen. Der Rest nämlich ca. 90% aller Mikroorganismen ist noch gar nicht wissenschaftlich beschrieben worden.
Wenn wir nun die bekannten Mikroorganismen betrachten, können wir diese – ohne sie näher zu benennen – grob in
1. pathogene oder degenerative
2. neutrale
3. Aufbauende oder regenerative Mikroorganismen einteilen.
Degenerative Mikroben kommen z.B. in einem stinkenden Misthaufen vor. Durch die Fäulnisbakterien wird es heiß und es fängt es an zu stinken. Degenerative, potentiell krankmachende Mikroorganismen machen ca.5% der bekannten Mikroben aus. Denen gegenüber stehen wiederum 5% regenerative Mikroorganismen. Aufbauende Microorganismen finden wir z.B. im Sauerteigbrot, im Sauerkraut aber auch im Jogurt. Die darin enthaltenen Mikroorganismen werten das Ausgangsprodukt auf!
Zum Beispiel wird im Sauerteigbrot durch Fermentation Phytinsäure abgebaut. Diese bindet im Getreide Mineralstoffe, so dass Kalzium, Eisen und Magnesium ohne die Fermentation nicht von uns aufgenommen werden könnten. Durch den Abbau von Zucker synthetisieren die Mikroben zusätzlich Energie, Vitamine und Antioxidantien. Außerdem werden Gluten und andere schwer verdauliche Bestandteile durch die Fermentation abgebaut, wodurch das Brot bekömmlicher wird. Zudem bleibt das Brot länger frisch, da das saure Milieu der Schimmelbildung entgegenwirkt.
Also können wir festhalten, dass Mikroorganismen durchaus gute Seiten haben können!
Wenn wir uns dann noch vor Augen halten, dass in unserem Köper nur ca. 10% rein menschliche Zellen, aber ca. 90% rein mikrobielle Zellen existieren, sollten wir vielleicht unsere Einstellung zu Mikroben überdenken.
Auch wenn der Begriff Mikrobiom seine Wurzeln im späten 19. Jahrhundert hat, gibt es erst seit ca. 20-30 Jahren ein völlig neues Verständnis von unserem Mikrobiom. Das Mikrobiom ist die gesamte Gemeinschaft von Mikroorganismen (Bakterien, Viren, Pilze), die in und auf einem Lebewesen leben. Man kann den Mikrobionbegriff aber auch so ausweiten, dass es die Gesamtheit der Mikroorganismen an einem bestimmten Ort definiert. Das Mikrobion ist hochgradig individuell, so dass jedes Lebewesen und jeder Ort sein eigenes Mikrobiom besitzt. Das Mikrobiom ist wie eine Gesellschaft in der jeder seine eigene Aufgabe hat und in der das eigene Handeln auch davon abhängt, was der Rest der Gesellschaft tut. Um herauszufinden, wer alles vor Ort ist und was die Anwesenden gerade machen, schicken alle Mikroorganismen ständig Botenstoffe aus und empfangen die Rückmeldung aus der Gesellschaft. Der Fachbegriff hierfür heißt: Quorum Sensing. Aus den erhaltenen Informationen ergibt sich die Reaktion der Mikroorganismen. Wenn viele Mikroben der gleichen Art vorhanden sind, vermehren sich die Mikroorganismen schnell. Stellen die Mikroben jedoch fest, dass von ihrer Art nur wenige andere vorhanden sind, verhalten sie sich still und lassen sich sogar von den anderen verdrängen.
Dieses Szenario klingt für uns richtig gut, wenn viele regenerative Mikroorganismen vor Ort sind, die die potenziell pathogenen Mikroben verdrängen. Aber was ist, wenn es andersherum ist? Wenn wir z.B. etwas Verdorbenes essen, verschiebt sich unser Darmmikrobiom in die krankmachende Richtung und wir bekommen z.B. Blähungen oder es passiert Schlimmeres…
Also kann das Mikrobiom von außen beeinflusst werden. Bei Störungen des Mikrobioms können pathogene Mikroorganismen die Oberhand gewinnen. Krankheitserreger können sich jedoch gar nicht erst ausbreiten und werden verdrängt, wenn das Microbiom aus vielen verschiedenen regenerativen Mikroorganismen besteht.
Was passiert aber bei der Desinfektion?
Stellen wir uns vor, wir putzen oder desinfizieren unseren Küchentisch, damit es schön sauber wird. Es wird also versucht alle Mikroorganismen restlos zu entfernen. Das funktioniert jedoch nur in den seltensten Fällen. Es bleiben immer einige Mikroben zurück. Leider sind dies oft die potenziell krankheitserregenden Mikroorganismen. Also ist eine geputzte Fläche generell nie keimfrei. Und selbst wenn die Fläche kurzzeitig keimarm ist, wird sie sehr schnell von Mikroorganismen aus der Luft neu besiedelt. Denn überall dort, wo keine Mikroben vorhanden sind, wird die frei gewordene Fläche durch neu Mikroorganismen aufgefüllt. Dies passiert in unserem Beispiel durch die Absiedelung aus der Luft oder durch Vermehrung der verbliebenen Keime.
Desinfektion trifft also nicht nur die „bösen Keime“, sondern greift auch immer die regenerativen Mikroorganismen an und schwächt dadurch das gesamte Mikrobiom.
Was soll ich jetzt tun? Den Küchentisch nicht mehr putzen?
Das gute ist, dass wir selber entscheiden können, was wir tun. Wir können zum Beispiel, anstatt ein chemisches Reinigungsmittel einen probiotischen Reiniger benutzen. Probiotische Reiniger bestehen aus effektiven Mikroorganismen (EM). Effektive Mikroorganismen bezeichnet eine Mikrobengesellschaft von weit über 100 verschiedenen regenerierenden Hefen, Pilzen, Milchsäure- und Photosynthese-Bakterien. Wenn man mit EM putzt, bringt man bewusst viele regenerierende Mikroben auf eine Fläche auf. Dabei bleiben zunächst die degenerativen Mikroorganismen unbehelligt. Aber dadurch, dass wir das Verhältnis von „gut zu böse“ verändern, werden die degenerativen Mikroben nach einiger Zeit verdrängt. Zusätzlich neutralisieren Effektive Mikroorganismen unangenehme Gerüche und machen über längere Zeit die Oberflächen glatter, wodurch sie weniger anfällig für Schmutz werden. Und ganz nebenbei wird unser Wohnmilieu gesünder, weil wir zusätzlich auf chemische Stoffe in unserer Wohnung verzichten.
Putzlösungen mit Effektiven Mikroorganismen kann man leicht selbst ansetzen. Einfacher ist es jedoch sie fertig zu kaufen. Wenn man im Internet nach „Effektiven Mikroorganismen“ sucht, findet man eine Reihe von Anbietern. Meine Lieblingsfirma, wenn es um Effektive Mikroorganismen, ist EM-Chiemgau. Sprechen sie mich gerne persönlich auf Effektive Mikroorganismen an!
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Tipp zum Weiterlesen: Dr. Anne Katharina Zschocke: EM Kompakt – Knaur Verlag
Kurzbeschreibung
Das Buch von Dr. A. K. Zschocke (dt. Erstausgabe Mai 2014) bietet Nutzern der Effektiven Mikroorganismen alles, was sie zum sinnvollen Umgang mit den nützlichen kleinen Lebewesen wissen müssen. Einsteigern erleichtern die genauen Beispiele und Rezepturen das Eindringen in die Materie. Erfahrene Anwender nutzen das Buch als praktisches Nachschlagewerk. Kurz aber prägnant und interessant werden alle Grundlagen der Arbeit mit Effektiven Mikroorganismen beschrieben und die praktische Verwendung im Detail erklärt. Im thematischen Praxisteil mit alphabetisch angeordneten Anwendungen kann man leicht alle gängigen Einsatzmöglichkeiten inklusive Dosierungen einzeln nachschlagen. Zahlreiche Tipps und Hinweise, die sich aus der jahrzehntelangen Erfahrung der Autorin entwickelten, ergänzen die praktischen Anleitungen.